Warum wir helfen

"Wenn einige Menschen zu Gebet werden, zu reinem Gebet, verwandeln sie die Welt, allein durch die Tatsache, dass sie da sind, dass es sie gibt.“

                     Der Theologe und Schriftsteller Olivier Clément

 

Eben deshalb will der Verein Paradiesgarten e.V. die Nonnen unterstützen, die im Kloster zum Heiligen Georg "Karaiskakis" oberhalb des griechischen Dorfes Mouzaki leben. Eine alte Kirche und ein Gebäude, das als Kloster benutzt wird, inmitten dichter Bergwälder am Westrand der thessalischen Ebene. Man kann dort oben die Einsamkeit und Stille, die Klarheit der Luft und den Geruch der Natur förmlich schmecken. Ein Ort, um zur Ruhe zu kommen. Zu Gott zu kommen. Mit Ihm im Gebet zu leben. Sich von Ihm erfüllen zu lassen. Im Kloster Agiou Georgiou wird das spürbar. Greifbar. Erlebbar. Morgens, vor Tagesanbruch, wenn die Nonnen sich im Rund der kleinen Kirche sammeln, vor der Ikonostase und angesichts all der Heiligen, die durch die Ikonen von den Wänden in den Raum strahlen, und in Gebeten, in Gesängen sich und den Raum wie ein Glockenklang erfüllen. Eine besondere Art von Liturgie, die nicht verstummt, sondern sich weiter durch den Tag zieht: Während der Arbeit, etwa mit den Schafen und Ziegen oder bei der Pflege kranker und hilfsbedürftiger Schwestern, bei der Gartenarbeit oder beim Herstellen von Salben, dem Schneidern von Gewändern, dem Schreiben von Ikonen, oder während der beiden Mahlzeiten in der Trapeza, also dem Speisesaal. Schließlich das Gebet allein und für sich, in der Zelle, wenn sich die nächtliche Stille über das Kloster gesenkt hat. Die Nonnen leben mit geöffnetem Herzen, um es immer mehr zu einer Kirche Christi werden zu lassen. So begleitet das Gebet unablässig ihr Leben, von morgens bis abends. Selbst, nachdem der Tag gemeinsam in der Kirche beendet worden ist. Denn die Gebete erfüllen auch die Nacht, durchziehen sogar den Schlaf. Eine ununterbrochene Verbindung mit Gott.

„Die Klostermenschen ziehen sich zurück aus der Welt, nicht weil sie die Welt hassen. Sie lieben sie vielmehr und helfen ihr, indem sie zu Gott beten, er möge die Welt retten. Seufzt nicht die Schöpfung nach Erlösung?“

Die Nonnen beten für die Schöpfung, für die ganze Welt. Und sie kommen aus aller Welt. Aus den USA etwa, aus Russland, Israel, Norwegen, aus Großbritannien und Frankreich, aus Bangladesh und der Ukraine, aus Griechenland natürlich und aus Deutschland. Wie Gerontissa Diodora (Stapenhorst). Sie ist die geistliche Mutter der Nonnen des Klosters.

 

Warum aber brauchen die Nonnen, deren Leben ganz der Hilfe dient, selbst dringend Hilfe? Weil das große Klostergebäude marode ist. Nässe dringt ein, zersetzt die Mauern. Schimmel wuchert an den Wänden der Zellen. Viele Nonnen werden krank. Die Feuchtigkeit, dazu Kälte ab November, Nebel und Regen, erste Nachtfröste, sogar Schneefälle, im Winter ohnehin. Die Nässe bleibt bis weit in den Frühling. Das Haus aus den 70er Jahren, das an Stelle der alten, abgerissenen Klostergebäude errichtet wurde, ist billig und schnell gebaut. Es ist nicht isoliert. Fensterrahmen aus Eisen mit einfacher Verglasung. Die damals eingebaute Ölheizung ist inzwischen ersetzt worden durch eine zeitgemäße Anlage, die auf Holzbasis arbeitet und mit einem Wärmepuffer ausgerüstet ist.

 


 

Die Nonnen, die vor rund zehn Jahren in die lange verlassenen Räume eines ehemaligen Priesterseminars zogen, um das Kloster zum Heiligen Georg "Karaiskakis" wieder aufzubauen, müssen unter harten, geradezu unzumutbaren äußeren Bedingungen leben.

 

Armut bedeutet für sie nicht nur jene geistliche Grundhaltung, die bei allen Klostermenschen vorherrschen sollte. Sie ist vielmehr alltägliche Wirklichkeit, die das Leben dort oben vor große Herausforderungen stellt. Trotzdem ist nie ein Wort der Klage zu hören. Im Gegenteil. Stets herrscht eine Atmosphäre heiterer Gelassenheit. Das tägliche Brot, ohnehin ein Gottesgeschenk, wird ihnen meist als Spende ins Kloster gebracht, wie Gemüse vom Markt. Dafür bewirten die Nonnen zu Fest- und Feiertagen und an allen Sonntagen die vielen Gäste, die zum Kloster kommen. Sie teilen, was sie bekommen. Geistlich ohnehin. Aber auch ganz buchstäblich.

Adresse des Vereins

Förderverein Paradiesgarten e.V. 

c/o Dr. Rudolf Buchkremer

Waldramstr. 2a

83671 Benediktbeuern

E-Mail: info@paradiesgarten-ev.com 

Bankverbindung

LIGA Bank eG

Kontonummer: 2133580

BLZ: 75090300

BIC: GENODEF1M05

IBAN: DE41750903000002133580

 

Adresse des Klosters

Holy Monastery of St George "Karaiskaki"

GR-430 60 Mavrommation / Karditsa

Greece

ΙΕΡΑ ΜΟΝΗ ΓΕΩΡΓΙΟΥ  “ΚΑΡΑϊΣΚΑΚΗ“

43060 ΜΑΥΡΟΜΜΑΤΙΟΝ ΚΑΡΔΙΤΣΗΣ

 ΈΛΛΑΔΑ